Flucht vor den Gaspreisen! 12 warme Orte zum Überwintern

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Gehörst du zu der Sorte Mensch, die dem Winter nichts abgewinnen kann? Graut es dir vor Zwiebellook, kalten Fingern und Zehen sowie nasskaltem Wetter mit Temperaturen unter null Grad? Statt im Skiurlaub die Füße in Boots zu quetschen, würdest du viel lieber Flip-Flops tragen, und statt die Skipiste hinunterzusausen lieber am Strand entspannen? Dann solltest du einfach mal den Winter überspringen und in wärmeren Regionen überwintern.

Langzeiturlaub wegen Energiekrise im Trend

2022 bekommt das Thema Überwintern im Süden eine neue Dimension. Nicht zuletzt wegen der steigenden Heiz- und Stromkosten zieht es viele Rentnerinnen und Rentner oder Menschen im Homeoffice in den warmen Süden. Reiseveranstalter berichten von einem steigenden Interesse.

Wichtig für die Planung des Winterurlaubs

Bei der Planung der Überwinterung solltest du folgende Faustregel beachten: Je näher das potenzielle Urlaubsland am Äquator liegt, desto wärmer ist es. Im Fall von Deutschland macht es also nur wenig Sinn, im Winter in den Norden zu reisen. Potenziell sonnige Reiseziele sind die weiter südlich liegenden Länder.

Recht überwinterungsfreundlich aufgestellt sind beispielsweise Hotels in der Türkei. Dort offerieren Reiseveranstalter wie FTI, Dertour und Tui auch Longstay-Optionen von Januar bis März. Ein Langzeiturlaub dort kostet teilweise weniger als 30 Euro am Tag. Noch günstiger geht es nur in Tunesien: Dort machen Hotels Angebote für weniger als 20 Euro pro Person und Tag.

Angenehme Temperaturen um die 20 bis 25 Grad erreichen auch einige Ziele in Europa. Willst du es hingegen richtig heiß haben, musst du ein Fernreiseziel wählen. Wir verraten dir für beide Vorlieben ein paar schöne Ziele:

Europa und Mittelstrecke: Hier ist es im Winter warm

Warme Fernreiseziele für den Winter

1. Andalusien

Das beliebte Urlaubsland Spanien ist auch im Winter Sonnenfans zu empfehlen. Hierbei sind vor allem die im Süden liegenden Landesteile eine Reise wert. In Andalusien etwa herrschen auch im Winter Temperaturen um die 20 Grad, bis auf ein paar Tage im Monat scheint immer die Sonne. Nur nachts wird es etwas kühler, daher empfiehlt sich eine Unterkunft mit Heizung.




Der Strand von Tarifa in Cadiz in Andalusien.

Für Städtetrips ist beispielsweise Granada ideal. Dort ist das Besucheraufkommen in beliebten Museen und Orten wie der Alhambra deutlich geringer als in den Sommermonaten. In Málaga entspannst du erst in der Altstadt mit ihren bunten Häusern, den Plazas und Kirchen. Dann geht’s auf zum Spaziergang an den Stadtstrand, der Playa la Malagueta. Auf mehr als einem Kilometer kannst du hier zwischen Einheimischen und anderen Reisenden Sonne tanken.

Winterzeit ist auch Wellnesszeit: Dafür lohnen sich vor allem die arabischen Bäder in Córdoba, Sevilla und Granada. Dort bekommst du eine Massage und kannst in warmem Wasser entspannen, umgeben von aromatischen Düften.

2. Kanaren

Aufgrund ihrer Nähe zu Afrika ist es auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, im Winter noch etwas wärmer als auf dem Festland. Auf Gran Canaria, Teneriffa, Las Palmas, Lanzarote und Fuerteventura lässt es sich dabei im Winter bei Temperaturen um die 25 Grad mehr als aushalten.

Sogar das Baden im Meer ist noch problemlos möglich. Zudem gibt es fast eine Garantie auf Sonne: An mehr als 300 Tagen im Jahr scheint sie auf den Inseln – sie werden daher auch als die „Inseln des ewigen Frühlings“ bezeichnet.




Sommerfeeling auf Teneriffa: Das geht auch im Winter.

Auf den spanischen Balearen, zu denen auch Mallorca und Ibiza zählen, ist es im Gegensatz zu Deutschland im Winter zwar eher mild, jedoch können die Temperaturen in der Nacht auch bis auf niedrige einstellige Werte fallen. Eine Jacke sollte bei einem Mallorca-Urlaub im Winter also zwingend zum Kofferinhalt gehören.

3. Madeira

Die portugiesische Insel Madeira ist innerhalb von etwa vier Flugstunden erreichbar und überzeugt ganzjährig mit angenehmen Temperaturen – vor allem im Dezember ist das Wetter sehr mild. Bis zu 20 Grad erwarten dich dann auf der Insel, im Januar und Februar sind es bis zu 19 Grad. Das ist nicht das klassische Badewetter, doch Madeira ist auch nicht die klassische Insel für Strandurlaub. Stattdessen heißt es: wandern!

Die Insel im Atlantik vor der Küste Marokkos ist geprägt durch eine zerklüftete Vulkanlandschaft und wird von Levadas durchzogen. Dabei handelt es sich um alte Bewässerungspfade mit Fußpfaden. Ein Weg führt zum 1862 Meter hohen Gipfel des Pico Ruivo – des höchsten Bergs der Insel.




Die fantastische Flora und Fauna der Blumeninsel Madeira begeistert jeden Naturliebhaber!

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4. Zypern

Ebenfalls warm ist es in den Wintermonaten am Mittelmeer – und zwar in Griechenland und auf Zypern. Werden hier im Hochsommer locker Temperaturen von 40 Grad geknackt, geht es im Winter mit Durchschnittswerten zwischen 15 und 20 Grad zwar deutlich milder, aber noch immer sehr angenehm zu.

Auf Zypern gibt es selbst im Winter im Durchschnitt nur jeden dritten Tag Niederschlag. Damit ist der Winter der ideale Zeitraum für Wanderungen und Städtetrips nach Larnaka, Nikosia oder Limassol. Während die Strandpromenade dort im Sommer regelmäßig überlaufen ist, ist ein Spaziergang im Winter entspannend. Es lohnt sich ein Abstecher zum alten Hafen oder in die Markthallen.




Blick auf die Sandstrände von Agia Napa auf Zypern.

Auch die idyllischen Bergdörfer im Mittelgebirge Troodos lassen sich in den Wintermonaten prima erkunden. Rund um den Gipfel Olympos gibt es vier Wanderwege mit wohlklingenden Namen wie „Artemis“, „Atalante“, „Kaledonia“ und „Persephone“. Unterwegs heißt es: Augen offen halten nach Adlern, Füchsen und den nur auf der Insel vorkommenden Zypern-Mufflons.

Zudem sind solche Wanderungen sehr gut mit dem Besuch von Klöstern und Kirchen kombinierbar, die in dieser Region sehr zahlreich sind. Hartgesottene können sogar ein Bad im Mittelmeer nehmen, das selbst im Februar noch eine Wassertemperatur von 17 Grad hat.

5. Malta

Keine Lust auf Schneeregen und das Tragen von dicken Winterjacken? Auch im Inselstaat Malta kannst du es dir während der Wintermonate gut gehen lassen. 300 Sonnentage pro Jahr und Durchschnittstemperaturen von 16 bis 21 Grad in den Monaten November bis Februar sprechen für sich.

Zur Republik gehören außer Malta auch Gozo und Comino – die Inseln liegen zwischen Sizilien und Nordafrika. Weil die Temperaturen auch im Winter mild sind, gibt es auf vielen belebten Plätzen in den kleinen Orten und Städtchen Außengastronomie. So stellen beispielsweise in der Hauptstadt Valletta viele Cafés und Restaurants in den malerischen Gassen und Straßen ihre Tische auf die steilen Treppen, die hinunter zum Hafen führen – dies schafft eine ganz besondere Atmosphäre und ist Urlaubsfeeling pur.




Auch typisch Malta: Die bunten Boote im Hafen des Fischerdorfes Marsaxlokk.

Außerdem finden im Winter viele Festivals statt – begleitet von Feuerwerk. Die Silvesterfeier auf dem Saint George’s Square in Valletta lockt mit Musik, Tanz und Partys bis in die frühen Morgenstunden, beim Valletta Baroque Festival werden die historischen Paläste und Theater bei traditioneller Musik in Szene gesetzt.

Auch wandern kannst du auf Malta: Beliebte Routen führen auf dem Küstenweg über die Dingli Cliffs im Südwesten Maltas oder das Marfa Ridge, einen Höhenzug mit einer beeindruckenden Korallenlagune. Von hier aus hast du auch einen wunderbaren Blick auf die Nachbarinseln Gozo und Comino.