Streiks bei Bahn und an Flughäfen: Was droht als Nächstes?

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Streiks bei Bahn und an Flughäfen: Was droht als Nächstes?

Nach dem Mega-Streik können Reisende während der Osterferien in Deutschland erst einmal aufatmen. Aber: Wie wahrscheinlich ist es, dass bald der nächste Streik bei Bahn, ÖPNV und an Flughäfen ansteht?




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Massive Ausfälle bei Flügen und Zügen haben bereits Hunderttausenden den Urlaubsstart in Deutschland vermiest. In den Osterferien bleibt es ruhig – das hat unter anderem die Gewerkschaft EVG versprochen. „Da wir nicht die Reisenden, sondern die Unternehmen bestreiken, schließen wir Streiks über Ostern aus und damit folgerichtig auch Verhandlungen“, teilte die EVG mit.

Doch wie sieht es danach aus? Tatsächlich ist auch nach dem Mega-Streik am 27. März, der Flughäfen, ÖPNV und Deutsche Bahn quasi lahmgelegt hatte, keine Lösung in Sicht.

Deutsche Bahn – drohen neue Streiks?

Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kehren am 24. und 25. April an den Verhandlungstisch zurück. Es bleibt abzuwarten, ob sich beide Parteien einigen und so weitere mögliche Streiks abgewendet werden können.

An Flughäfen drohen neue Streiks

Auch im Luftverkehr stehen die Zeichen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nicht auf Entspannung. Die Lage sei „angespannt“, sagt Wolfgang Pieper von der Verdi-Verhandlungsführung dem reisereporter.

Der BDLS hat am 31. März ein Angebot vorgelegt, dieses sei aber „nicht akzeptabel“. Auch die Verhandlungstage am 11. und 12. April seien ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Zwar biete der BDLS wesentliche Verbesserungen bei Feiertagszuschlägen, aber nicht in Bezug auf die Sonntagsarbeit. Und auch bei den Zuschlägen für Nachtarbeit liege man weit auseinander.

Das bedeutet: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu weiteren Streiks kommt“, so Pieper zum reisereporter. Bis Mitte nächster Woche berate man bei Verdi über mögliche nächste Schritte.

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Die Gewerkschaft warnt: Spätestens in den großen Ferien werde es zu Problemen kommen, allerdings nicht wegen möglicher Streiks: „An den Flughäfen fehlt es an ausreichendem Fachpersonal, sodass es auch in diesem Sommer zu längeren Wartezeiten für die Urlaubsreisenden kommen könnte. Die Arbeitgeber haben es in der Hand, mit attraktiveren Bedingungen die beschäftigten Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen“, so Wolfgang Pieper aus dem Verdi-Vorstand.

Auch bei der Lufthansa drohen im Sommer Pilotenstreiks. Zwar sind noch knapp drei Monate Zeit, bis zum Ende des Monats Juni die Friedenspflicht ausläuft. Doch der Versuch, sich in vertraulichen Gesprächen hinter verschlossenen Türen mit den Pilotinnen und Piloten grundsätzlich zu einigen, ist gescheitert. Nun laufen wieder ganz normale Tarifverhandlungen.