Diese Streiks können deine Reisen im Februar gefährden

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In den letzten Tagen hatten Arbeitsniederlegungen in Frankreich das öffentliche Leben mehrfach stark eingeschränkt: Züge fielen aus, Skilifte standen still, der Nahverkehr fuhr unregelmäßig. Jetzt müssen sich Reisende in Frankreich erneut auf Probleme im Reiseverkehr einstellen: Für den 11. Februar sind die nächsten landesweiten Generalstreiks angesetzt worden.

Doch nicht nur in Frankreich wollen die Menschen ihre Arbeit niederlegen: Auch in Spanien, Italien, Schottland und Portugal musst du dich in den kommenden Wochen auf Einschränkungen im Reiseverkehr einstellen.

Nächster Generalstreik in Frankreich am 11. Februar

Der Streik in Frankreich geht in die nächste Runde: Aus Protest gegen die geplante Rentenreform und die damit verbundene Anhebung des Renteneintrittsalters von derzeit 62 auf 64 Jahre wurde bereits am 7. Februar gestreikt – am 11. Februar sind erneut landesweite Generalstreiks geplant.

Wie die größte Tageszeitung in Paris, „Le Parisien“, berichtet, nehmen auch die vier Gewerkschaften der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs (SNCF) – CGT Cheminots, SUD Rail, Unsa Ferroviaire und CFDT Cheminots – am Streik teil. Dieser hatte bereits schon am Abend des 6. Februars begonnen und ist bis Donnerstagvormittag, 9. Februar geplant.




Auch am Gare de Lyon in Paris werden während des Generalstreiks in Frankreich etliche Züge ausfallen.

Verbindungen von und nach Deutschland fallen zum Teil aus

Damit ist nicht nur der Zugverkehr in Frankreich zum Erliegen kommen, sondern auch die Verbindungen von und nach Deutschland werden betroffen sein. Reisende können sich auf der Website der französischen Bahnüber die Lage und den aktuellen Status ihres Zuges informieren.

Die Bahn teilte bereits mit, dass etliche ICE- und TGV-Verbindungen zwischen Frankfurt oder Stuttgart und Paris ausfallen werden. Andere ICE werden nur von Frankfurt bis nach Saarbrücken fahren. Die Bahn hat noch keine genaueren Angaben gemacht, welche Züge während des Streiks am 11. Februar betroffen sein werden.

Hier eine Übersicht, der in den letzten Tagen ausgefallenen Verbindungen von und nach Deutschland:

Montag, 6. Februar 2023:

  • ICE 9550 fällt aus.
  • TGV 9577 verkehrt nur zwischen Paris und Stuttgart.
  • NJ 468 Wien–Paris fällt in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar aus.

Dienstag, 7. Februar 2023:

  • ICE 9563, ICE 9568, ICE 9571, ICE 9572, ICE 9573 und ICE 9574 fallen aus.
  • TGV 9551, TGV 9552, TGV 9570, TGV 9575, TGV 9576, TGV 9577, TGV 9580 und TGV 9583 fallen aus.
  • ICE 9550 verkehrt nur zwischen Frankfurt (Main) und Saarbrücken.
  • ICE 9553 verkehrt nur zwischen Saarbrücken und Frankfurt (Main).
  • ICE 9555 verkehrt nur zwischen Saarbrücken und Frankfurt (Main).
  • ICE 9556 verkehrt nur zwischen Frankfurt (Main) und Saarbrücken.
  • ICE 9557 verkehrt nur zwischen Saarbrücken und Frankfurt (Main).
  • ICE 9558 verkehrt nur zwischen Frankfurt (Main) und Saarbrücken.
  • NJ 469 Paris–Wien fällt in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar aus.

Am 8. und 9. Februar gab es im Vergleich zu den Vortagen weniger Ausfälle – auf der stark betroffenen Strecke von Frankfurt nach Paris fuhren einige Züge nicht.

Tickets für die Hochgeschwindigkeitszüge am 7. und 8. Februar, die vor dem 3. Februar gekauft wurden, können bis einschließlich 10. Februar kostenlos in einem DB-Center umgebucht werden.

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Störungen im Flugverkehr

Auch im Flugverkehr muss weiterhin mit Ausfällen gerechnet werden. Die führende Zivilluftfahrtgewerkschaft, die USACcgt, hatt auch für den 11. Februar alle DGAC- und ENAC-Mitarbeiter dazu aufgerufen „sich an diesem neuen Tag der Demonstrationen allen Mitarbeitern anzuschließen“.

Die Generaldirektion Zivilluftfahrt (DGAC) hatte während der bisherigen Streiktage die Fluggesellschaften aufgefordert, ihren Flugplan an vielen Flughäfen teilweise drastisch zu kürzen. Am 11. Februar ist deshalb erneut mit vielen Ausfällen und Störungen im französischen Flugverkehr zu rechnen.

Wer plant, mit dem Auto anzureisen, könnte es ebenfalls schwer haben: 48 Stunden lang soll die Lieferung von Kraftstoffen an Tankstellen unterbrochen werden, berichtet „Le Parisien“. Auch das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass es zu Wartezeiten an Tankstellen und möglichen Kraftstoffengpässen in Frankreich kommen kann. 

Streiks an spanischen Flughäfen

In Spanien müssen Reisende im Februar ebenfalls mit Problemen im Flugverkehr rechnen. Hier haben die Gewerkschaften, Usca und CCOO, Fluglotsinnen und Fluglotsen zur Arbeitsniederlegung an insgesamt 16 Flughäfen aufgerufen. 

Der Streik in Spanien hatte bereits am 30. Januar begonnen und dauerte 24 Stunden an. Das war jedoch nicht der einzige Streiktag, auch am 6. Februar wurde gestreikt. Geplant sind weitere Ausstände an den Montagen am 13., 20. und 27. Februar– die Streiks sollen an diesen Tagen immer jeweils über 24 Stunden andauern. Die Auswirkungen der Streiks waren laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE allerdings für den normalen Reisenden bisher kaum spürbar, sie beruft sich dabei auf den staatlichen Flughafenbetreiber Aena sowie die Betreiber der Kontrolltürme.




Der Flughafen von Valencia ist einer der Flughäfen in Spanien der bestreikt wird.