Diese Städte weltweit sind noch echte Geheimtipps

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Der Reiseführer „Secret Citys weltweit – 100 Städte abseits des Trubels“ stellt Reiseziele vor, die noch nicht bei jedem auf der Agenda standen. Ganze 35 Geheimtipps für Europa enthält das Buch, weitere acht für Afrika, 20 Ziele in Amerika, acht in Ozeanien und 29 trubelfreie Orte in Asien. Die charmanten Städtebeschreibungen sollen Lust auf Reisen machen, bei denen man nicht ständig das Gefühl hat, das alles schon einmal gesehen zu haben.

Die gewählten Destinationen erstrecken sich über alle fünf Kontinente und 70 Länder. Fernweh ist da garantiert! Wir stellen dir unsere Favoriten, echte Geheimtipps, vor.

1. Cremona in Italien

Es muss nicht immer Rom, Pisa oder Florenz sein. Wer, wie Lothar Matthäus, „Hauptsache, Italien!“ denkt, kann auch die wundervolle Stadt Cremona in der norditalienischen Region Lombardei entdecken. Geigenläden prägen das Stadtbild, denn der hübsche Ort mit etwa 70.000 Einwohnern ist die Wiege der Geigenbaukunst.




Der Glockenturm der Kathedrale von Cremona bietet einen wunderbaren Blick über die Stadt.

Der weltbeste Geigenbauer Antonio Giacomo Stradivari (1648–1737) lebte, wirkte und starb in Cremona. Im Museum Stradivariano sind einige der meisterhaften Instrumente zu besichtigen. Noch heute beziehen Musiker aus der ganzen Welt ihre Geigen aus Werkstätten in Cremona und zahlen dafür ein kleines Vermögen. 

Verwinkelte Gassen, liebevoll gestaltete Innenhöfe, Paläste und der imposante Dom: Wie in Italien üblich, ist auch die Architektur der Stadt berauschend. Auch wenn sie in Cremona nur die zweite Geige spielen.

2. Grasse in Frankreich

Paris ist die Stadt der Liebe? Mag sein. Aber in Grasse duftet es atemberaubend. Und Liebe geht bekanntlich durch die Nase. Der Duft der Stadt ist kein Zufall. Grasse gilt als Mittelpunkt der Parfümindustrie. Hier blühen und gedeihen Lavendel, Rosen und Jasmin um die Wette, es riecht nach Rosmarin, Zitronen- und Orangenblüten. Kurzum: Grasse ist ein olfaktorischer Traum. Chanel No. 5 wurde hier entwickelt und 50 der etwa 1000 Parfümeure der Welt nennen Grasse ihr Zuhause.

Die Gassen der hübschen Stadt dienten außerdem als Kulisse für die Verfilmung von Patrick Süskinds „Das Parfüm“. Einen passenderen Schauplatz für ein Werk, in dem Gerüche die Hauptrolle spielen, hätte man nicht wählen können. Die Parfümerie Frogonard, bei der sich Süskind sein Wissen aneignete, sollte bei einem Besuch von Grasse ebenso auf der To-do-Liste stehen wie ein Spaziergang durch die engen Gassen der mittelalterlichen Altstadt mit den farbenprächtigen Häusern.




Optisch ein Gedicht, olfaktorisch ein Traum: Grasse in Frankreich.

3. Ystad in Schweden

Eine knappe Stunde Autofahrt von Malmö entfernt kommen Krimifans in Ystad auf ihre Kosten. Denn hier wandeln die Besucherin und der Besucher auf den Spuren des fiktiven Kommissars Kurt Wallander. Henning Mankells Wallander ermittelt in brutalen Mordfällen in der bilderbuchhaften Fachwerkidylle der Stadt. Und Touristinnen und Touristen können auf seinen Spuren wandeln. Auf eigene Faust oder mithilfe einer Wallander App lassen sich in der 20.000 Einwohner großen Stadt die Kulissen der Serie, Mordschauplätze oder Wallanders Lieblingskonditorei entdecken. 

Warum Mankell ausgerechnet seine Geburtsstadt als Schauplatz der Verbrechen ausgewählt hat, bleibt offen. Jenseits der Fiktion ist Ystad friedfertig und ein heimeliges, übedimensionales Bullerbü. In der Umgebung des beschaulichen Städtchens liegen schöne Hügellandschaften und ein langer Sandstrand.




Idylle pur: Rosen an einem bunten Tor in einer kleinen Straße im idyllischen Stadtzentrum von Ystad.

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4. Sukhothai in Thailand

Die Weltkulturerbestätte Sukhothai wurde etwa 500 nach Christus gegründet. Die Stadt nennt gut 200 Sehenswürdigkeiten und Kulturschätze ihr Eigen, darunter acht Meter hohe Buddhas, der hinduistische Schrein San Ta Pha Daeng und 21 atemberaubende Tempel. Neben den Sehenswürdigkeiten zeichnen auch Sukhothais Bewohner die Stadt aus: Die Straßenhändlerinnen und Straßenhändler sind mit allem ausgestattet, was man gerade so braucht: Wasser, Kaugummi oder Amulette, die jegliches Pech – von der Bananenschale auf dem Boden bis zur Tigerbegegnung – abhalten. 

Ein besonderes HIghlight ist eine Reise nach Sukhothai während des Lichterfestes Loi Krathong  in Thailand. In der Vollmondnacht des zwölften Monats des traditionellen thailändischen Kalenders, die meist in den November fällt, erstrahlen die Seen und Teiche der Stadt im Lichtermeer. Die Wassergöttin Mae Kongha wird in dieser Nacht geehrt und Blumenboote und Kerzen verzaubern die Wasserstellen. Übrigens: Sukhothai heißt übersetzt die Dämmerung des Glücks. Schon alleine das verspricht, eine Reise wert zu sein.




Wat Sra Si in roter Beleuchtung und Fackeln spiegeln sich im Wasser: Das Lichterfest in Sukhothai.