Das älteste Kreuzfahrtschiff der Welt hat eine bewegte Geschichte

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Das älteste Kreuzfahrtschiff der Welt wird verschrottet

Vor 75 Jahren begann die „Astoria“ ihren Dienst auf See – damals noch unter anderem Namen. In seiner bewegten Geschichte war das Schiff in ein berühmtes Unglück verwickelt und durchbrach eine Seeblockade.




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Als dieses Kreuzfahrtschiff das erste Mal in See stach, war der Zweite Weltkrieg erst drei Jahre her – bis heute war das Schiff unter der Flagge etlicher Reedereien unterwegs. Jetzt scheint für die „Astoria“, wie sie zuletzt hieß, aber endgültig Schluss zu sein.

Laut dem Schifffahrtsportal „TradeWinds“ wurde das Schiff nach 75 Jahren im Dienst nun zum Verschrotten verkauft worden– auf dem International Ships Register von S&P Global sei das Schiff als „to be broken up“ (deutsch: zu zerlegen) gelistet gewesen.

Seit 2021 war das Schiff im Besitz einer amerikanischen Firma, die es ursprünglich wieder als Kreuzfahrtschiff einsetzen wollte. Diese Pläne wurden nun scheinbar aufgegeben, und die lange Reise der „Astoria“ geht endgültig zu Ende.

Bewegte Geschichte: Berühmtes Unglück mit „Andrea Doria“

Gebaut wurde das Schiff von der schwedischen Schiffswerft Götaverken. 1948 ging die „Stockholm“, wie sie damals hieß, auf Jungfernfahrt von Göteborg nach New York. Mit einem eisverstärkten Bug wurde sie danach regelmäßig für transatlantische Kreuzfahrten zwischen Schweden und den USA eingesetzt.

Der wahrscheinlich berühmteste Tag in der langen und ereignisreichen Geschichte der Stockholm war der folgenschwere 25. Juli 1956. Nachdem das Kreuzfahrtschiff aus dem Hafen von New York ausgelaufen war, kollidierte es gegen Mitternacht im Nebel mit dem deutlich größeren italienischen Passagierschiff „Andrea Doria“.




Die Andrea Doria sank nach der Kollision mit der Stockholm.

Während an der Stockholm nur der Bug beschädigt wurde, sank die Andrea Doria. Das berühmte Schiffsunglück kostete insgesamt 51 Menschen das Leben. Der deutsche Sänger Udo Lindenberg veröffentlichte 1973 sogar ein Lied, das von der „Andrea Doria“ und teilweise von dem Unglück handelt.

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Stockholm wird in die DDR verkauft

Auch danach ging es für das Schiff ereignisreich weiter, denn es war auch für die DDR im Einsatz. Die Reederei Swedish American Line verkaufte es 1960 an die Deutsche Seereederei, die Staatsreederei der DDR. Zu diesem Zeitpunkt änderte sich der Name des Schiffes zum ersten Mal, statt „Stockholm“ hieß es fortan „Völkerfreundschaft“.