Diese Länder lassen nur Geimpfte einreisen

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Wird das der neue Trend im Reisen? Einige Länder wollen trotz der anhaltenden Corona-Pandemie nach langer Zeit wieder für Tourismus öffnen, doch der Zugang bleibt Ungeimpften vorenthalten. Israel, Thailand, USA und Kanada haben es vorgemacht, doch mehr und mehr Destinationen legen nach. Wir haben den weltweiten alphabetischen Überblick mit Ländern, für die du einen Impfpass benötigst.

Anguilla

Das britische Überseegebiet Anguilla in der Karibik erlaubt wieder touristische Reisen. Volljährige Reisende mit Ausnahme von Schwangeren müssen dabei aber vollständig geimpft sein. Das bedeutet in diesem Fall, dass die zweite Dosis (oder bei Einmal-Imptstoffen die erste Dosis) mindestens 21 Tage zurückliegen muss. 

Reisende in Anguilla müssen dennoch bei Einreise einen negativen Corona-Test (zwischen drei und fünf Tagen vor geplanter Ankunft) sowie eine digitale Einreiseanmeldung mit sich führen. 


Schneeweißer Strand auf der Karibik-Insel Anguilla.

Antigua und Barbuda

Der Karibik-Staat Antigua und Barbuda war einer der ersten, der wieder für Tourismus offen war. Doch inzwischen hat sich einiges verändert, denn am 9. Dezember wurden neue Einreiseregeln verkündet. Demnach dürfen Deutsche nur noch einreisen, wenn sie seit zwei Wochen vollständig geimpft oder minderjährig sind. 

Zudem brauchen alle Reisenden, einschließlich Kinder ab sechs Jahren, einen negativen, maximal 72 Stunden alten PCR-Test, um auf die Inseln gelassen zu werden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Trotz der strengen Einreiserichtlinien dürfen sich Reisende während ihres Urlaubs auf Antigua und Barbuda nur in zertifizierten Unterkünften aufhalten.

Argentinien

Lange Zeit mussten Argentinien-Fans warten – doch am 1. November hat das südamerikanische Land endlich seine Grenzöffnung bekannt gegeben. Doch wer noch keinen Impfschutz hat, muss draußen bleiben. Touristinnen und Touristen dürfen nämlich nur vollständig geimpft einreisen. Als vollständig geimpft gelten Personen ab zwei Wochen nach der zweiten Impfung eines im Herkunftslandes zugelassenen Impfstoffs. 

Zusätzlich zum Impfnachweis müssen alle Reisenden einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorweisen sowie 48 Stunden vor der Reise eine eidesstaatliche Erklärung abgeben. Eine Krankenversicherung, die eine Corona-Infektion sowie Kosten für eine dann notwendige Quarantäne oder Krankentransporte einschließt, ist ebenfalls Pflicht. 


Die bunten Berge Serranias del Hornocal in Argentinien.

Aserbaidschan

Reisen nach Aserbaidschan sind möglich, insofern Reisende eine vollständige Impfung oder einen Genesennachweis haben. Zudem wird ein maximal 72 Stunden alter PCR-Test benötigt. Kinder zwischen zwei und 17 Jahren benötigen lediglich einen negativen PCR-Test. 

Ausnahmen von der Impfpflicht gibt es nur in dringenden Gründen, etwa wenn ein Verwandtenbesuch in Aserbaidschan notwendig ist.  

Australien

Viele warten sehnsüchtig darauf, dass Australien nach fast zwei Jahren endlich wieder Touristinnen und Touristen ins Land lässt. Am 1. Dezember sollte es so weit sein, die ersten ausländischen Gäste, unter anderem mit Work-and-Travel-Visum oder Studierende, sollten wieder nach Australien reisen können. Doch durch das Auftauchen der Omikron-Variante setzte Australien seine Öffnung für mindestens zwei Wochen aus.

Doch seit dem 15. Dezember sind Reisen nach Australien endlich wieder möglich!

Nachzuweisen sind bei der Einreise dann der Impfpass mit einer vollständigen Impfung mit einem in Australien zugelassenen Impfstoff. Außerdem ist ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test Voraussetzung zur Einreise. Spätestens 72 Stunden vor Abflug muss zudem eine Online-Registrierung ausgefüllt werden.

Nachteil für all jene, die nicht in Australien arbeiten oder studieren wollen: Touristische Reisen bleiben auch nach dem 15. Dezember vorerst untersagt.


Palmen und Pool im Sonnenuntergang auf Turks und Caicos.

Brasilien

Lange hatte Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro ein Einreiseverbot für Ungeimpfte abgelehnt, dennoch trat die Regelung nach einem Urteil des Obersten Gerichts in Brásilia kürzlich in Kraft. Seit dem 20. Dezember 2021 darf in Brasilien nur noch Urlaub machen, wer beim Check-In einen Impfnachweis und einen negativen PCR-Test beziehungsweise einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen kann. Der PCR-Test darf bei Abflug maximal 72 Stunden alt sein, der Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden. 

Kinder unter zwölf Jahren müssen bei der Einreise keinen Impfnachweis vorweisen. Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können oder für die eine Impfung nicht explizit empfohlen ist, sind von der Regelung ebenfalls ausgenommen. Allerdings müssen alle Urlauberinnen und Urlauber ohne Impfnachweis nach der Einreise nach Brasilien 14 Tage lang in Quarantäne. Nach dem fünften Tag ist eine Freitestung möglich. 

Chile

Nur mit einem dringenden und wichtigen Grund dürfen Ungeimpfte nach Chile reisen. Für touristische Reisen ist ein sogenannter Mobilitätspass Pflicht. Den müssen Reisende vorab online beantragen– er wird nur vollständig Geimpften ausgestellt und kann deaktiviert werden, etwa, wenn eine Person engen Kontakt zu einer coronainfizierten Person hat. 

Als vollständig geimpft gelten Personen, deren zweite Impfung mit Biontech/Pfizer, Sputnik, Sinovax oder Astrazeneca oder deren einmal Impfung von Johnson & Johnson oder Cansino mindestens zwei Wochen her ist. Andere Impfstoffe, die im Ausland verwendet werden, können von chilenischen Behörden anerkannt werden. 

Dennoch wird bei der Einreise am Flughafen ein PCR-Test bei allen Reisenden gemacht. Bis zum Vorliegen des negativen Ergebnisses müssen sich alle in Quarantäne begeben. 

Costa Rica

Generell hat Costa Rica in dieser Aufzählung eher einen Sonderstatus. Denn: Die Einreise ist für Touristinnen und Touristen auch ohne Impfnachweis möglich. Allerdings gibt es im Land quasi keine Möglichkeit mehr, unterzukommen. Denn in Hotels, Restaurants und Läden gilt die 1G-Regelung für alle Personen ab zwölf Jahren. 

Bereits seit dem 1. Dezember dürfen Hotel-, Restaurant- und Ladenbetreiber entscheiden, ob sie auch Ungeimpften den Zugang gewähren, dann dürfen sie aber nur mit halber Auslastung öffnen. Ab dem 8. Januar 2022 ist 1G jedoch Pflicht. Touristische Übernachtungen und touristische Unternehmungen sind dann ohne Impfnachweis nicht mehr möglich. 1G gilt nicht nur in Hotels und Ferienanlagen, sondern auch in Restaurants, Geschäften, Museen und Nationalparks. #

Für die Einreise bleibt es dahingegen bei den alten Regeln: Wer geimpft oder gensen ist, kann gegen Vorlage des Nachweises einreisen. Wer keinen Impf- oder Genesenenstatus hat, muss eine Krankenversicherung vorweisen, die die Kosten im Falle einer Corona-Infektion übernimmt. Alle Reisenden, geimpft, genesen und ungeimpft, müssen eine Einreiseanmeldung ausfüllen.

Ecuador

Ecuador und die Galapagos-Inseln sind aufgrund ihrer tierischen und landschaftlichen Vielfalt bei Reisenden weltweit beliebt. Aktuell ist eine Einreise aber nur für Personen mit vollständigem Impfschutz möglich. Die zweite Dosis (oder die erste bei Einmal-Impfstoffen) muss mindestens 14 Tage vor Abflug erfolgt sein. 

Zudem wird für die Einreise ein negativer, maximal 72 Stunden alter PCR-Test gefordert sowie der Nachweis einer digital ausgefüllten Gesundheitserkläung.  

Die Regelung mit Impfpflicht und PCR-Test gilt für alle Reisenden ab 16 Jahren. Jüngere Kinder dürfen auch ungeimpft einreisen, allerdings verlangt Ecuador für alle Kinder ab zwei Jahren einen negativen, maximal 72 Stunden alten PCR-Test. 


Ein Seelöwe auf den Galapagos-Inseln.

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Fidschi

Deutsche können grundsätzlich wieder ins Paradies von Fidschi reisen, allerdings gelten einige Auflagen. So sind nur geimpfte Deutsche willkommen. Und trotz Impfnachweis und einem negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden vor Abreise erfolgt sein darf, müssen sich alle Reisenden in vierzehntägige Quarantäne begeben. Am Tag der Einreise, an Tag 5 und an Tag 12 fallen weitere PCR-Tests an. Auf einen entspannten Urlaub müssen Fidschi-Fans also noch warten.

Finnland (zunächst vorübergehend)

Als erstes europäisches Land hat Finnland seine Grenzen für ausländische Reisende ohne Impfschutz geschlossen. Seit dem 28. Dezember und bis vorübergehend 16. Januar müssen Einreisende nachweisen, dass sie entweder vor mindestens sieben Tagen die zweite Impfdosis erhalten haben, in den vergangenen sechs Monaten genesen sind oder eine Impfung und eine ältere Genesung haben. 

Zusätzlich ist auch für die Einreise nach Finnland ein negativer Corona-Test weiterhin Pflicht. Der PCR- oder Antigen-Schnelltest darf maximal 48 Stunden alt sein. 

Ghana

Nur drei Tage nach Bekanntmachung war die Impfpflicht für Einreisende ab 18 Jahren schon umgesetzt: Seit Sonntag, 12. Dezember, dürfen Touristinnen und Touristen nur noch mit einem Impfnachweis nach Ghana einreisen. Anerkannt werden Impfungen mit einer Dosis Johnson & Johnson oder zwei Dosen von Astrazeneca, Sputnik, Biontech/Pfizer und Moderna. 

Ghanaische Staatsangehörige oder Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltstitel in Ghana, die sich zum Zeitpunkt der Bekanntgabe im Ausland befanden, durften noch bis zum 26. Dezember ohne Impfung an Bord von Flugzeugen, wurden allerdings am Zielflughafen in Ghana zwangsgeimpft. Auch wer Ghana verlassen will, kann dies nur noch mit einem gültigen Impfnachweis tun.

Die Testpflicht ist damit aber nicht abgeschafft: Reisende, die nach Ghana wollen, müssen zusätzlich zum Impfnachweis einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen. Zudem wird am Flughafen (oder an einem anderen Grenzposten) ein Antigen-Schnelltest fällig. Die Kosten von 150 US-Dollar sind dafür bereits vorab online zu entrichten. Auch das digitale Gesundheitsformular muss weiterhin ausgefüllt werden.


Zwei Elefanten kämpfen im Mole Nationalpark in Ghana miteinander.

Grenada

Die Karibik-Insel Grenada setzt auf strenge Regeln: Wer Urlaub an den paradiesischen Stränden machen will, muss einen vollständigen Impfschutz haben. Einheimische sowie Kinder unter 13 Jahren, die in Begleitung eines geimpften Erwachsenen reisen, sind von der Regelung befreit.

Zusätzlich zum Impfnachweis muss bei der Einreise ein maximal drei Tage alter PCR-Test mit negativem Ergebnis vorgelegt werden. Auch eine digitale Einreiseanmeldung ist Pflicht. Die Touristen-Information weist zudem darauf hin, dass alle Reisenden mit Untersuchungen am Flughafen rechnen müssen, um eine Corona-Infektion auszuschließen. Dazu zählt etwa das Messen der Körpertemperatur.

Grönland

Wer Nordlichter und Gletscher im ewigen Eis von Grönland erkunden will, benötigt hierfür eine Impfung – oder einen Wohnsitz auf Grönland. Einreisen darf auf die zu Dänemark gehörende Insel im Nordatlantik nämlich nur, wer geimpft oder genesen ist oder einen festen Wohsitz in Grönland nachweisen kann. 

Als geimpft gelten Personen zwei Wochen nach der letzten notwendigen Dosis der von der Europäischen Arzeimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoffe: Bei Astrazeneca, Moderna und Biontech/Pfizer also zwei Wochen nach der zweiten Dosis, bei Johnson & Johnson zwei Wochen nach der Einmal-Dosis. Als genesen gelten Personen, deren Corona-Infektion mindestens 14 Tage und maximal 12 Wochen zurückliegt. 

Auch Geimpfte müssen jedoch der Testpflicht nachkommen. So muss bei Einreise ein negativer PCR-Test vorgezeigt werden, der bei Abflug maximal 48 Stunden alt war und der in der EU, Norwegen, Schweiz, Island, Großbritannien oder Liechtenstein gemacht wurde. Genesene sind von der Testpflicht befreit. Kinder unter 15 Jahren sind von den Regelungen befreit, müssen allerdings für zwei Wochen in Quarantäne.


Eisberge in der Abenddämmerung in der Arktis vor Grönland.