Was Reisende zur Quarantäne wissen müssen

  • Beitrags-Kategorie:Blog
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Spanien mitsamt den beliebten Inselgruppen der Balearen und der Kanaren gilt seit Dienstag, 27. Juli, als Hochinzidenzgebiet. Eine Umstufung zum Hochrisikogebiet ist am 1. August erfolgt. Das geht aus der am Freitag aktualisierten Risikogebiete-Liste des Robert Koch-Institutes (RKI) hervor.

Quarantäne für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene

Für die Rückkehr nach Deutschland gelten damit seit dem 27. Juli  verschärfte Regeln, die vor allem Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene betreffen. Die Umstufung zum Hochrisikogebiet ändert nichts daran. Viele Familien müssen eine Quarantäne nach dem Urlaub einplanen.

 Wir liefern Antworten auf häufige Fragen in der aktuellen Situation:

Die aktuelle Lage in Spanien

Die Corona-Situation in Spanien hatte sich zuletzt enorm verschlechtert: Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Wochen deutlich, die Inzidenz betrug am 1. August nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums 356,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am stärksten vom Anstieg betroffen ist Palencia in Kastilien mit einem Wert von 367,13 (Stand: 1. August). 

Lage auf den Balearen: Die Infektionszahlen auf der Inselgruppe mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera steigen stark, sie hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 465,6 (Stand: 1. August). Auf Mallorca werden für den steilen Anstieg vor allem Massenansteckungen unter spanischen Schülerinnen und Schülern während ihrer Abifahrten verantwortlich gemacht. Die Delta-Variante sorgt für eine schnellere Verbreitung, inzwischen macht die Mutante mehr als 92 Prozent der untersuchten Proben aus.

Lage auf den Kanaren: Auch die beliebte Inselgruppe, zu der unter anderem Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote gehören, gilt wieder als Risikogebiet. Sie weist inzwischen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 252,58 (Stand: 30. Juli) aus. Zwischenzeitlich hatte die Inzidenz nur knapp über 30 gelegen. Besonders hart getroffen ist Teneriffa, für die Insel gilt seit dem 26. Juli mit der braunen Kategorie die höchste spanische Alarmstufe.

Was gilt für ungeimpfte Spanien-Rückkehrer?

Die unschöne Nachricht für Ungeimpfte und Nicht-Genesene: Wer seit dem 27. Juli nach Deutschland zurückkehrt, für den oder die endet der Urlaub in einer Quarantäne. Das gilt auch auf Urlaubende, die nach dem 1. August nach Hause reisen. Denn Hochinzidenzgebiete wurden eins zu eins in Hochrisikogebiete umgewandet. Für Touristinnen und Touristen, die aus einem Hochrisikogebiet wie Spanien zurückkehren und weder geimpft noch genesen sind, gelten folgende Regeln:

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

  1. Anmeldepflicht: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland reist, muss sich vorab online über das Portal www.einreiseanmeldung.de registrieren. Dort kann auch das negative Testergebnis hochgeladen werden.
  2. Nachweispflicht: Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer ohne Impfung oder Genesung aus Hochrisikogebieten müssen ab einem Alter von zwölf Jahren bereits vor der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen. Bei den Tests darf es ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest sein oder ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test. Airlines oder andere Beförderer sind angewiesen, den Test von Passagierinnen und Passagieren vor dem Einstieg ins Fahr- oder Flugzeug zu kontrollieren. 
  3. Quarantänepflicht: Trotz negativen Corona-Tests müssen Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Hochrisikogebieten in Quarantäne. Die Absonderungspflicht, wie es offiziell in der deutschen Einreiseverordnung heißt, gilt für zehn Tage. Am fünften Tag nach der Rückkehr können sich Reisende durch einen Corona-Test (beispielsweise den kostenlosen Bürger-Schnelltest) mit einem negativen Ergebnis freitesten. Mindestens fünf Tage Quarantäne müssen ungeimpfte und nicht genesene Urlauberinnen und Urlauber also einplanen. Für Kinder unter 12 Jahren endet diese automatisch – ein Freitesten ist nicht nötig.

Unterschied zwischen Hochinzidenzgebiet und Hochrisikogebiet

Statt wie bisher ab einer Inzindenz von 200, reicht nun eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, um ein Land oder eine Region als Hochrisikogebiet einzustufen. Zudem wird in die Bewertung unter anderem mit einbezogen, ob die gemeldeten Zahlen vertrauenswürdig sind und wie die Belegung von Krankenhäusern ist. 

Wichtig: Mit der neuen Einreiseverordnung vom 12. Mai 2021 gelten die Regeln für ganz Deutschland einheitlich. Zuvor hatten einzelne Bundesländer die Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten besonders geregelt.