Doch kein Lufthansa-Streik ab Mittwoch: Was Reisende wissen müssen

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Erst am vergangenen Freitag waren rund 800 Lufthansa-Flüge ausgefallen. Nun wollten die Pilotinnen und Piloten erneut streiken – doch nach einer tariflichen Einigung in letzter Minute hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit den ab Mittwoch geplanten Streik bei der Lufthansa abgesagt. 

Von einem Streik wären Tausende Passagiere betroffen: Bestreikt werden sollten erneut, wie auch am Freitag, sämtliche Abflüge aus Deutschland der Kerngesellschaft Lufthansa sowie der Lufthansa Cargo, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte. 

Worauf hätten sich Passagiere im Streikfall einstellen müssen?

Die Lufthansa hatte am Freitag nahezu ihr komplettes Programm gestrichen: An den Drehkreuzen München und Frankfurt fielen rund 800 Flüge aus, etwa 130.000 Passagiere waren betroffen. Ähnliches hätte auch am Mittwoch und Donnerstag gedroht.

Alle Fluggäste mit Kontaktdaten in der Buchung werden im Streikfall per SMS oder E-Mail informiert. Reisende sollten aber auch eigenständig den aktuellen Stand der Buchung online auf der Lufthansa-Website überprüfen.

An folgenden Airports hätten sich Reisende auf Flugausfälle einstellen müssen:

  • Frankfurt am Main
  • Berlin BER
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Stuttgart
  • Düsseldorf
  • Köln/Bonn
  • München

Eurowings (noch) nicht betroffen

Cityline, Eurowings und Eurowings Discover waren von dem Streikaufruf nicht betroffen und sollten ohnehin planmäßig stattfinden. Doch auch hier drohen zeitnah Arbeitsniederlegungen der Pilotinnen und Piloten. Bei einer Urabstimmung haben bei der Lufthansatochter 97,9 Prozent für einen möglichen Arbeitskampf gestimmt.

Allerdings steht dort in dieser Woche noch ein Verhandlungstermin zum strittigen Manteltarif aus, sodass für die Eurowings zunächst kein konkreter Streiktermin genannt wurde.

Flugverkehr eingestellt: Wie komme ich an eine Alternative?

aber welche Rechte haben Reisende in einem Streikfall? Die Airline muss sich auch bei Flugstreichungen und Verspätungen darum kümmern, dass die Passagiere zu ihrem Ziel kommen. „Von Streichungen betroffene Fluggäste werden nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht“, teilte die Lufthansa mit.

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Bei Inlandsflügen können Reisende auch auf Bus oder Bahn umgebucht werden. Die Züge der Deutschen Bahn unter Lufthansa Express Rail sind nicht durch den Streik betroffen.

Vorsicht: Nicht einfach auf eigene Faust eine neue Zugfahrkarte kaufen. Denn wenn die Bahnfahrt teurer ist als der Flug, dann bleiben Fluggäste eventuell auf dem Differenzbetrag sitzen. Besser: Das Flugticket vor der Fahrt bei der Airline kostenlos in ein Bahnticket umwandeln. Das geht online unter „Good for train“

Airlines versuchen, Annullierungen oftmals auch über Tochtergesellschaften abzufangen – Passagiere können daher unter Umständen für einen Ersatzflug zu anderen Airports gebracht werden.